Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
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Ariana Grande veröffentlicht am 31. Juli ihr achtes Studioalbum „Petal", das sie selbst als „ein bisschen wild" beschreibt. Die erste Single „Hate That I Made You Love Me" erscheint am 29. Mai und entstand gemeinsam mit den Produzenten Max Martin und Ilya. Das Album ist laut Grande ein Schreibexperiment, bei dem sie sich von negativen Anhaftungen und inneren Dämonen löst.
Die Kennedy-Familie kehrt gespalten in die US-Politik zurück: Robert F. Kennedy Jr. als Gesundheitsminister mit impfkritischen und wissenschaftlich fragwürdigen Positionen auf der einen Seite, sein Cousin Jack Schlossberg als liberaler Reformer auf der anderen. Ihr innerfamiliärer Gegensatz spiegelt die tiefe gesellschaftliche Polarisierung der USA wider. Der einstige Mythos der Kennedys als politische Dynastiemacht hat sich damit zur Projektionsfläche konkurrierender gesellschaftlicher Strömungen gewandelt.
Der BR-Podcast „Reclaim Tic Tac Toe" von Journalistin Meret Reh beleuchtet Aufstieg und Fall der deutschen Rap-Gruppe und löst eine Reflexion über den medialen Umgang mit Popstars damals und heute aus.
Mock-Synthese: Titel: Uraufführung an Bayerischer Staatsoper: Jurowski dirigiert "Of One Blood" Teaser: Anlässlich der Uraufführung von Brett Deans "Of One Blood" spricht Dirigent Vladimir Jurowski darüber, wie er sich das neue Werk erarbeitet hat – und warum es für ihn bis zuletzt besonders spannend bleibt.
Mock-Synthese: Titel: "Of One Blood" von Brett Dean: Königinnen-Krimi als Oper Teaser: Maria Stuart ist eine der berühmtesten Monarchinnen.
Apple Corps Ltd. eröffnet 2027 in London die erste offizielle Beatles-Fan-Experience „The Beatles at 3 Savile Row" im historischen Gebäude in Mayfair. Auf sieben Etagen werden unveröffentlichte Archivmaterialien, Wechselausstellungen, ein Fan-Store sowie eine Rekonstruktion des „Let It Be"-Originalstudios zu sehen sein. Besucher sollen außerdem das legendäre Dachkonzert vom 30. Januar 1969 virtuell nacherleben können. Paul McCartney und Ringo Starr begrüßten das Projekt in persönlichen Statements.
Die Münchener Biennale für neues Musiktheater eröffnet mit einem Doppelabend, der Hans Werner Henzes Liedzyklus „Voices" (1973) als Ausgangspunkt nutzt und dessen gesellschaftskritische Themen als erschreckend aktuell präsentiert. Während der erste Teil mit Sänger:innen der Theaterakademie und dem Münchner Kammerorchester überzeugt, bleibt der zweite Teil um einen humanoiden Roboter konzeptuell plakativ. Zari Alis „Codeborn" über eine KI-Versuchsanordnung enttäuscht mit unklarer Dramaturgie und klanglichem Tumult. Den stärksten Eindruck hinterlässt „Endlich" von Asia Ahmetjanova und Franziska Angerer, das mit sieben älteren Laiendarsteller:innen, drei Nornen und einer klar strukturierten Musik das Älterwerden und Sterben würdevoll in Szene setzt.
Ein Liveblog begleitet das aktuelle Geschehen in Würzburg im Mai 2026 in Echtzeit. Er bündelt Nachrichten, Ereignisse und Meldungen aus der Stadt tagesaktuell an einem Ort. Der Blog erscheint auf dem Portal „Würzburg erleben" und wird fortlaufend aktualisiert.
Bayerische Posaunenchöre planen vom 30. Juli bis 2. August in der Nürnberger Kirche St. Jakob einen Weltrekordversuch: 72 Stunden Live-Musik ohne Pause, bei der sich Chöre und Ensembles Tag und Nacht abwechseln.
Der Pastoralreferent Mathias Fuchs hat das Projekt „Headbangers' Church" ins Leben gerufen, das Heavy-Metal-Musik mit katholischer Liturgie verbindet. Beim Katholikentag in Würzburg tritt die Gruppe „Metal GodZ powered by Gelbsucht and friends" mit einem einstündigen Metal-Gottesdienst auf. Bisherige Gottesdienste in Bruchsal zogen jeweils rund 400 Besucher an. Fuchs sieht Heavy Metal als Weg, kirchenferne Menschen anzusprechen und der Kirche neue Lebendigkeit zu verleihen.
Ein breites Bündnis aus Musikern, Veranstaltern und Verbänden – darunter Die Ärzte, Die Toten Hosen und AnnenMayKantereit – fordert mit einem offenen Brief eine gesetzliche Regulierung des Ticketzweitmarkts in Deutschland. Konkret verlangt der vom Verband „Pro Musik" initiierte Vorstoß eine Preisobergrenze von 25 Prozent über dem Originalpreis, ein Verbot von Ticket-Bots und Leerverkäufen sowie Transparenzpflichten für Plattformen. Kritisiert wird, dass Tickets mithilfe automatisierter Software massenweise aufgekauft und zu Preisen von teils mehr als 250 Prozent Aufschlag weiterverkauft werden. Während Länder wie Frankreich und Großbritannien den Zweitmarkt bereits regulieren, gilt Deutschland laut den Unterzeichnenden als nahezu regulierungsfreier Raum für Ticketspekulanten. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat laut Verband erste Aktivitäten ihres Hauses angekündigt.
Die Gemeinde Julbach in Niederbayern hat eine sogenannte Topothek eingerichtet – eine digitale Plattform, auf der historische Fotos, Dokumente und Objekte aus Privatbesitz öffentlich zugänglich gemacht werden. Die „Burgfreunde zu Julbach" betreiben die Plattform ehrenamtlich und rufen Bürger dazu auf, Material einzureichen und bei der Identifikation von Personen und Fundstücken zu helfen. Das Konzept stammt ursprünglich aus Österreich und verbreitet sich nun in Bayern; Julbach ist bereits die siebte niederbayerische Gemeinde, die mitmacht. Aktuell suchen die Topothekare nach der Identität einer Hilfslehrerin auf einem Klassenfoto aus dem Schuljahr 1936/37.
Die Stiftung Zollverein zeigt vom 10. Mai bis 2. August 2026 in der Mischanlage der Kokerei Zollverein in Essen die Fotoausstellung „bau1haus – die Moderne von Essen bis Asmara!" des Berliner Fotografen Jean Molitor. Mit rund 300 Aufnahmen dokumentiert Molitor seit 2009 moderne Architektur auf allen Kontinenten, von Nordrhein-Westfalen über Amerika und Indien bis nach Eritrea. Die Ausstellung wird wissenschaftlich von der Architekturhistorikerin Dr. Kaija Voss begleitet, die seit 2016 das Projekt fachlich unterstützt. Neben den Fotografien umfasst das Programm einen offenen „BauRaum", Illustrationsworkshops sowie Familienangebote zum Bauen mit Holz.
Das Theater Koblenz zeigt John Adams' jüngste Oper „Antony and Cleopatra" als erstes Haus in Deutschland, inszeniert von Intendant Markus Dietze. Die Produktion überzeugt mit einem dramatisch dichten Soundtrack des Staatsorchesters unter Enrico Delamboye sowie einem exzellenten Solistenensemble, angeführt von Danielle Rohr als Cleopatra und Andrew Finden als Antony. Dietze verdichtet das politische Liebesdrama um Macht und Emotion zu einem packenden Bühnenabend mit reduziertem, wirkungsvollem Bühnenbild.
Der CORRECTIV-Dokumentarfilm „Akten des Missbrauchs: Die Geschichte eines organisierten Verbrechens im Vatikan" ist ab sofort bundesweit über den Filmverleih Rise and Shine Cinema für Kinos buchbar. Der Film begleitet die investigative Recherche von CORRECTIV zur systematischen Vertuschung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche und gibt Betroffenen, Journalisten und Aktivistinnen eine Stimme. Nach seiner Premiere am 31. März 2025 in Essen wurde der Dokumentarfilm bereits in ausgewählten Programmkinos gezeigt, begleitet von Publikumsgesprächen mit den Reportern Anna Kassin und Marcus Bensmann. Als nächste geplante Vorführung zeigt das Filmhaus Köln den Film am 19. Mai.
Britney Spears hat sich erstmals seit ihrer DUI-Verhaftung und einem kurzen Reha-Aufenthalt öffentlich geäußert und sich auf Instagram bei Freunden für ihre Begleitung auf ihrer „Spiritual Journey" bedankt. Sie bekannte sich schuldig wegen rücksichtslosen Fahrens, der ursprüngliche DUI-Vorwurf wurde fallen gelassen. Im Rahmen des Deals steht sie für zwölf Monate unter Bewährungsaufsicht und muss psychische sowie suchtbezogene Behandlungen fortsetzen.
Der 104. Deutsche Katholikentag findet vom 13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg statt und umfasst über 900 Veranstaltungen aus den Bereichen Kultur, Spiritualität und Politik. Den Auftakt bildet am 13. Mai ab 19 Uhr der „Abend der Begegnung", ein stadtweites Straßenfest in der Würzburger Innenstadt. Das Programm richtet sich an alle Altersgruppen und ist konfessionsunabhängig offen; viele Angebote im Freien sowie die großen Gottesdienste am Residenzplatz sind kostenlos. Tickets, darunter ein Mutmachticket für unter 25-Jährige zum Preis von 25 Euro, sind unter katholikentag.de erhältlich.
München verschärft die Oktoberfest-Regeln: Champagner-Duschen in den Zelten werden verboten, Blasmusik darf eine Stunde früher beginnen, und ein neues Koordinierungszentrum sowie Videoüberwachung sollen Überfüllungen wie 2024 verhindern.
Der amerikanische Animationsfilmregisseur Nathan Greno spricht anlässlich des Erscheinens seines neuen Films „Swapped – Vertauscht" bei Netflix über seine Arbeitsweise und künstlerischen Überzeugungen. Greno, bekannt für den Disney-Film „Rapunzel" (2010), arbeitete rund sieben Jahre an dem Skydance-Animation-Projekt, das eine von ihm erschaffene Tierwelt zeigt und Empathie als zentrales Thema behandelt. Im Interview betont er die kollaborative Natur der Animationsarbeit und seinen Ansatz, bewusst auf Dialog zu verzichten, um Geschichten stärker visuell zu erzählen. Die bewusste Entscheidung, eigene Tierarten zu erfinden und auf gemeinsame Sprache zwischen den Figuren zu verzichten, sei ein erzählerisches Mittel gewesen, um Fremdheit und Verständigungsbarrieren glaubwürdig darzustellen. Den gesellschaftlichen Kontext seiner Arbeit beschreibt Greno mit Verweis auf die politische Spaltung in den USA, der er mit dem Thema Empathie begegnen möchte.
Der Fotograf und Filmemacher Jack Delano, bekannt für seine Porträts amerikanischer Bürger während der Weltwirtschaftskrise, ließ sich Anfang der 1940er Jahre gemeinsam mit seiner Frau und Mitarbeiterin Irene in Puerto Rico nieder, was ursprünglich nur eine Zwischenstation sein sollte. Auf der Karibikinsel widmete er sich der Dokumentation des Lebens der kolonialisierten Bevölkerung und wollte deren Würde und Stolz in seinen Bildern festhalten. In seinem Buch „Puerto Rico Mio: Four Decades of Change in Photographs" verarbeitete er die gesellschaftlichen Umbrüche, die er über Jahrzehnte auf der Insel beobachtete. Die ARTE-Sendung „Stadt Land Kunst" porträtiert Delano als Künstler, der Puerto Rico zur eigentlichen Heimat wurde.
Jelle Dentruck, Leadsänger der belgischen Indie-Band DIRK, tritt am 27. Mai unter seinem Solo-Projektnamen Dressed Like Boys in der Münchner Milla auf. Sein selbstbetiteltes Debütalbum thematisiert persönliche Erfahrungen als homosexueller Mann sowie Verlust und Depression, geprägt von Klavier und melancholischen Melodien. Der Projektname entstammt dem Song „Stonewall Riots Forever", der queere Geschichte und die Lebensrealität früherer LGBTQ+-Generationen beleuchtet.