Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Region: Muenchen
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Die Münchener Biennale feiert 2026 ihre 20. Ausgabe mit zehn Uraufführungen an verschiedenen Münchner Spielorten (8.–20. Mai). Das weltweit einzige Festival ausschließlich für neues Musiktheater wird erstmals von Katrin Beck und Manuela Kerer geleitet. Drei empfohlene Produktionen sind „Isithunzi" von Monthati Masebe über Identität und afrikanische Klangtradition, „Xochiyaoyotl" über aztekische Rituale sowie „crypt_" von Yuri Umemoto, das japanische Geistergeschichte mit KI-Ästhetik verbindet. Ergänzt wird das Programm durch Installationen, Stadtinterventionen, Workshops und erstmals Angebote für Kinder.
Das Kunstfestival Various Others findet vom 14. bis 24. Mai 2026 an zahlreichen Orten in München statt und vernetzt Galerien, Institutionen und Artist-Run-Spaces mit internationalen Partnern. Das Programm umfasst Ausstellungen, Performances, Talks und Workshops zu Themen wie Identität, Körperlichkeit und gesellschaftlichen Strukturen. Highlights sind unter anderem eine Gruppenausstellung zur Wahrnehmung von Wirklichkeit in der Behncke Galerie sowie eine Dialogführung mit Sammlerin Ingvild Goetz über Cindy Sherman. Das Festival wird vom VFAMK e.V. getragen und zielt auf internationale Sichtbarkeit des Münchner Kunststandorts.
Die Wochentipps von IN München umfassen Veranstaltungen vom 7. bis 13. Mai 2026. Highlights sind die Lange Nacht der Musik zum 25. Jubiläum mit über 400 Konzerten an 90 Spielorten sowie das Musikfeuerwerk auf dem Frühlingsfest. Weitere Tipps umfassen Kinostarts, Flohmärkte, eine Matinee zum 150. Todestag von Franz von Pocci und Konzerte u.a. mit Glen Hansard und The King's Singers.
Der britische Autor und Regisseur Robert Icke hat seine Neufassung des Sophokles-Dramas „Ödipus" am Münchner Residenztheater inszeniert – als deutschsprachige Erstaufführung nach Stationen am Londoner Westend und am New Yorker Broadway. Icke verlegt die antike Tragödie in die Gegenwart: Ödipus ist ein aufstrebender Politiker, der Transparenz verspricht und Licht ins Dunkel bringen will, ohne zu ahnen, dass er einst seinen Vater Laios bei einem vertuschten Autounfall getötet hat und nun mit seiner leiblichen Mutter Iokaste verheiratet ist. Florian von Manteuffel spielt die Titelrolle, Barbara Horvath die Iokaste; besonders die Zweierszene, in der Iokaste von jahrzehntelangem verdrängtem Missbrauch durch Laios erzählt, wird von der Rezensentin als stärkster Moment des Abends hervorgehoben. Die sterile weiße Bühne von Hildegard Bechtler und ein Countdown bis zur Wahlnacht rahmen das Geschehen als modernen Polit-Thriller. Weitere Aufführungen sind für Mai und Juni 2026 geplant.