Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Region: International
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Die britische Sängerin FKA Twigs (38) wird die legendäre Tänzerin, Aktivistin und französische Nationalheldin Josephine Baker (1906–1975) in einem offiziellen Biopic verkörpern. Regie führt die französische Filmemacherin Maïmouna Doucouré (41); das Projekt ist das erste Biopic über Baker, das von ihren Nachkommen autorisiert wurde – zwei Mitglieder ihrer Adoptivfamilie sind daran beteiligt. Josephine Baker wurde in den 1920er-Jahren als erste schwarze Frau zum Weltstar, kämpfte in der Résistance gegen die deutsche Besatzung Frankreichs und setzte sich in den USA gegen die Rassentrennung ein; 2021 wurde sie als erste schwarze Frau ins Pantheon in Paris aufgenommen. FKA Twigs erklärte in einem Statement, sie freue sich darauf, Bakers Kampf, Talent und Heldenmut auf die Leinwand zu bringen.
Patti Smith verband als Pionierin der späten 1970er Jahre Lyrik und Rock'n'Roll zu einer neuen Kunstform, prägte mit ihrem Debütalbum HORSES eine Generation und blieb zeitlebens Außenseiterin zwischen Beatnik-Tradition und Punk-Aufbruch.
Quentin Tarantino hat in einem Interview erklärt, dass der Gimp aus „Pulp Fiction" nach einem K.o.-Schlag durch Butch in der Ohnmacht ums Leben kam. Zum 30-jährigen Jubiläum des Films fand in Los Angeles eine Reunion mit Uma Thurman, John Travolta, Samuel L. Jackson und Harvey Keitel statt. Bruce Willis fehlte bei der Veranstaltung, da er seit seiner Diagnose mit frontotemporaler Demenz im Jahr 2022 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen lebt. Er wurde durch seine Ehefrau Hemin Willis und Tochter Tallulah vertreten, die zu seinen Ehren eine Kappe mit seinem Namen trug.
No Doubt haben ihre Sphere-Residency in Las Vegas mit einem nostalgiereichen Set eröffnet, das seltene Songs wie den Titeltrack von „Tragic Kingdom" (zuletzt 2009 gespielt) und „The Climb" (seit 1997 nicht mehr) enthielt. Die Show markierte zugleich den Bühnenrückkehr von Gitarrist Tom Dumont, der kürzlich seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht hatte. Insgesamt umfasst die Residency nun 18 Shows bis zum 13. Juni.
Beim Eagles-Konzert am 31. Juli 1980 in Long Beach eskalierte ein Streit zwischen Sänger Glenn Frey und Gitarrist Don Felder während der laufenden Show bis hin zu einer handfesten Auseinandersetzung hinter der Bühne. Felder schwingt dabei eine Gitarre über Freys Kopf, bevor er wütend im Taxi davonfährt. Der Vorfall markierte das vorläufige Ende der Band; für das nächste Album arbeiteten Frey und Felder an getrennten Küsten. Nach einer Reunion 1994 verließ Felder die Eagles 2001 endgültig nach einem erneuten Streit um Tantiemen.
George Michaels Jugendfreund Andros Georgiou behauptet, der Sänger würde noch leben, wäre seine erste große Liebe Anselmo Feleppa 1993 nicht an Aids gestorben. Feleppa, ein Modedesigner, hatte Michael Anfang der 90er Jahre kennengelernt. Laut Georgiou fand Michael nach Feleppas Tod nie wieder eine vergleichbare Liebesbeziehung und war seither „ziemlich verloren". George Michael starb am 25. Dezember 2016 im Alter von 53 Jahren.
Die Filme „Aliens" (1986), „The Abyss" (1989) und „True Lies" (1994) von James Cameron erscheinen nun in 4K-Remaster. Der Artikel bespricht alle drei Werke und ordnet sie in Camerons Gesamtwerk ein: „Aliens" gilt als bester Film der Reihe, „The Abyss" als Unterwasser-Übung für Camerons späteren Marianengraben-Tauchgang, „True Lies" als sein unterhaltsamster Film. Besonders „Aliens" wird als zeitlos einflussreich hervorgehoben – sein Pulse Rifle sorgte 2024 beim neuen Teil „Romulus" für kollektive Begeisterung.
Vinnie Vincent, ehemaliger Kiss-Gitarrist, lässt offen, ob er sich als Frau oder Mann identifiziert, und erklärt, das Geheimnis solle bleiben.
Pearl Jam haben zum National Gun Violence Awareness Day die unzensierte Version ihres Musikvideos „Jeremy" von 1992 veröffentlicht. Das Video basiert auf der wahren Geschichte von Jeremy Wade Delle, der sich 1991 vor seinen Klassenkameraden im Unterricht erschoss. In der neuen Fassung ist nun zu sehen, was zuvor aus TV-Zensurgründen verborgen blieb. Die Band setzt damit ein Zeichen gegen Waffengewalt und spendet Einnahmen aus dem Verkauf eines „Choices"-T-Shirts an entsprechende Organisationen.
David Bowies 1995 erschienenes Album „Outside", produziert mit Brian Eno, vereint 19 Art-Rock-Stücke um ein postapokalyptisches Detektivkonzept, das Fans damals überforderte, obwohl Songs wie „The Hearts Filthy Lesson" in Filmklassikern von Fincher und Lynch Verwendung fanden.
Pavements letztes Studioalbum „Terror Twilight" (1999) gilt als das am meisten unterschätzte Werk der Band. Produziert von Nigel Godrich, bewegte sich die Band erstmals in Richtung Pop, ohne dabei kommerziellen Erfolg zu erzielen. In Kritiker-Rankings des Pavement-Werks landet die Platte regelmäßig auf den hinteren Plätzen, obwohl sie einen deutlichen künstlerischen Reifeprozess zeigt. Seit der Live-Reunion 2010 spielen die Bandmitglieder die Songs daraus kaum noch live.
Ein Ranking bewertet John Cales wichtigste Solo-Alben, Kollaborationen und Soundtracks aus seiner über 50-jährigen Karriere, darunter Werke wie PARIS 1919 und SONGS FOR DRELLA mit Lou Reed.
Der Eurovision Song Contest feiert 2026 sein 70. Jubiläum, das Finale findet am 16. Mai in Wien statt. Irland und Schweden führen mit je sieben Siegen die Rangliste der erfolgreichsten Teilnehmerländer an, gefolgt von Großbritannien, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden mit je fünf Siegen. Deutschland konnte bislang zwei Siege verbuchen: 1982 durch Nicole mit „Ein bisschen Frieden" und 2010 durch Lena Meyer-Landrut mit „Satellite". Großbritannien war mit neun Austragungen bislang am häufigsten Gastgeberland, darunter 2023 als Vertreter der Ukraine, die wegen des Krieges nicht selbst ausrichten konnte. Deutschland zählt mit 68 Teilnahmen zu den aktivsten Ländern, hat aber auch sechsmal null Punkte erhalten.
Die Red Hot Chili Peppers verkaufen ihren gesamten Aufnahme-Katalog für über 300 Millionen US-Dollar an Warner Music Group, die damit sämtliche Masterrechte übernimmt; finanziert wird der Deal über ein Joint Venture mit Bain Capital.
Im SNL-Weekend-Update parodiert Jeremy Culhane Tucker Carlson, der über die Met Gala schimpft und Verschwörungstheorien erfindet. Er mokiert sich über teure Kostüme, deutet Heidi Klums verschleierte Statue als linke Agenda und erfindet spontan eine Verschwörungstheorie über den stummen Buchstaben „E" in „Maine".
Andrew Sandoval und Doug Hinman haben ein umfassendes Tagesbuch-Format-Buch über die Kinks veröffentlicht, das die Bandgeschichte von 1940 bis 1971 minutiös dokumentiert. Sandoval, der einst als Gitarrist und Musical Director für Dave Davies auf Tournee war, stützte sich dabei auf Primärquellen, Archivzeitungen und neue De-Mixing-Technologie. Ray Davies ist über das Buch verärgert, weil er befürchtet, es könnte den Markt für seinen eigenen geplanten Kinks-Bildband beschädigen – den er laut Sandoval noch nicht einmal begonnen hat zu schreiben. Sandoval akzeptiert das Zerwürfnis mit seinem Lieblingssongwriter als Kompromiss seiner Arbeit als Musikhistoriker.
Beim Netflix Is a Joke Fest 2026 traten die Late-Night-Hosts Jimmy Kimmel, Conan O'Brien und Jon Stewart gemeinsam als Coverband Very White Stripes auf und spielten „Seven Nation Army" von The White Stripes im Hollywood Bowl. Kimmel übernahm dabei die Bassklarinette – ein Instrument, zu dem er als Kind durch einen Irrtum gelangte, weil er es mit einer Posaune verwechselt hatte. Begleitet wurden die drei von Abbey Romeo, bekannt aus der Netflix-Serie „Love on the Spectrum". Das Festival läuft vom 4. bis 10. Mai und umfasst mehr als 475 Shows an über 45 Spielorten.
Die Red Hot Chili Peppers haben ihren Aufnahmekatalog – 13 Studioalben – für mehr als 300 Millionen Dollar an Warner Music Group verkauft. Der Deal erfolgte im Rahmen eines Joint Ventures zwischen WMG und Bain Capital, das insgesamt Musik- und Verlagsrechte im Wert von 650 Millionen Dollar erworben hat. WMG ist seit „Blood Sugar Sex Magik" (1991) das Label der Band und war damit ein naheliegender Käufer. Die Verlagsrechte der Band hatte Hipgnosis bereits 2015 für rund 150 Millionen Dollar erworben und könnte diese nun im Zuge einer Sony-Übernahme erneut veräußern. Weder die Band noch WMG haben sich bislang öffentlich zum Verkauf geäußert.
Ariana Grande veröffentlicht am 31. Juli ihr achtes Studioalbum „Petal", das sie selbst als „ein bisschen wild" beschreibt. Die erste Single „Hate That I Made You Love Me" erscheint am 29. Mai und entstand gemeinsam mit den Produzenten Max Martin und Ilya. Das Album ist laut Grande ein Schreibexperiment, bei dem sie sich von negativen Anhaftungen und inneren Dämonen löst.
Die Kennedy-Familie kehrt gespalten in die US-Politik zurück: Robert F. Kennedy Jr. als Gesundheitsminister mit impfkritischen und wissenschaftlich fragwürdigen Positionen auf der einen Seite, sein Cousin Jack Schlossberg als liberaler Reformer auf der anderen. Ihr innerfamiliärer Gegensatz spiegelt die tiefe gesellschaftliche Polarisierung der USA wider. Der einstige Mythos der Kennedys als politische Dynastiemacht hat sich damit zur Projektionsfläche konkurrierender gesellschaftlicher Strömungen gewandelt.
Apple Corps Ltd. eröffnet 2027 in London die erste offizielle Beatles-Fan-Experience „The Beatles at 3 Savile Row" im historischen Gebäude in Mayfair. Auf sieben Etagen werden unveröffentlichte Archivmaterialien, Wechselausstellungen, ein Fan-Store sowie eine Rekonstruktion des „Let It Be"-Originalstudios zu sehen sein. Besucher sollen außerdem das legendäre Dachkonzert vom 30. Januar 1969 virtuell nacherleben können. Paul McCartney und Ringo Starr begrüßten das Projekt in persönlichen Statements.
Britney Spears hat sich erstmals seit ihrer DUI-Verhaftung und einem kurzen Reha-Aufenthalt öffentlich geäußert und sich auf Instagram bei Freunden für ihre Begleitung auf ihrer „Spiritual Journey" bedankt. Sie bekannte sich schuldig wegen rücksichtslosen Fahrens, der ursprüngliche DUI-Vorwurf wurde fallen gelassen. Im Rahmen des Deals steht sie für zwölf Monate unter Bewährungsaufsicht und muss psychische sowie suchtbezogene Behandlungen fortsetzen.
Der amerikanische Animationsfilmregisseur Nathan Greno spricht anlässlich des Erscheinens seines neuen Films „Swapped – Vertauscht" bei Netflix über seine Arbeitsweise und künstlerischen Überzeugungen. Greno, bekannt für den Disney-Film „Rapunzel" (2010), arbeitete rund sieben Jahre an dem Skydance-Animation-Projekt, das eine von ihm erschaffene Tierwelt zeigt und Empathie als zentrales Thema behandelt. Im Interview betont er die kollaborative Natur der Animationsarbeit und seinen Ansatz, bewusst auf Dialog zu verzichten, um Geschichten stärker visuell zu erzählen. Die bewusste Entscheidung, eigene Tierarten zu erfinden und auf gemeinsame Sprache zwischen den Figuren zu verzichten, sei ein erzählerisches Mittel gewesen, um Fremdheit und Verständigungsbarrieren glaubwürdig darzustellen. Den gesellschaftlichen Kontext seiner Arbeit beschreibt Greno mit Verweis auf die politische Spaltung in den USA, der er mit dem Thema Empathie begegnen möchte.
Der Fotograf und Filmemacher Jack Delano, bekannt für seine Porträts amerikanischer Bürger während der Weltwirtschaftskrise, ließ sich Anfang der 1940er Jahre gemeinsam mit seiner Frau und Mitarbeiterin Irene in Puerto Rico nieder, was ursprünglich nur eine Zwischenstation sein sollte. Auf der Karibikinsel widmete er sich der Dokumentation des Lebens der kolonialisierten Bevölkerung und wollte deren Würde und Stolz in seinen Bildern festhalten. In seinem Buch „Puerto Rico Mio: Four Decades of Change in Photographs" verarbeitete er die gesellschaftlichen Umbrüche, die er über Jahrzehnte auf der Insel beobachtete. Die ARTE-Sendung „Stadt Land Kunst" porträtiert Delano als Künstler, der Puerto Rico zur eigentlichen Heimat wurde.