Pressespiegel
Tägliche Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus
Aktuelle Artikel
3275 Artikel gefunden · Seite 117 von 137
Orchester wie das St. Louis Symphony Orchestra sprechen Gen Z mit DJ-Sets, Genre-Crossovers und Social-Media-Strategien an. Laut Studie „Classical Pulse 2026" hören 65 Prozent der unter 35-Jährigen regelmäßig Orchestermusik.
Ein Forscherteam analysierte knapp 20.000 Musikstücke aus vier Jahrhunderten und stellte fest, dass Klassik und Jazz strukturell deutlich komplexer und abwechslungsreicher sind als Pop, Rock oder Hip-Hop, deren Harmonik zunehmend berechenbarer wird.
Unternehmer und Komponist Lutz Schumacher startet ab 27. April 2026 eine Deutschland-Tournee mit seinem neu komponierten Bratschenkonzert, das nach erfolgreicher Uraufführung seiner ersten Sinfonie entstand und die Viola als Soloinstrument in den Mittelpunkt stellt.
Ambient Musik wirkt durch langsame, kontrastarme Klangflächen beruhigend auf das Nervensystem und eignet sich gezielt für Meditation, Schlaf oder konzentriertes Arbeiten.
Zum 15. Jubiläum des International Jazz Day findet am 30. April 2026 in der Lyric Opera of Chicago ein All-Star-Konzert mit über 40 Künstlern statt, darunter Herbie Hancock und Dee Dee Bridgewater, übertragen als kostenloser Livestream weltweit.
Dirigent Zubin Mehta feiert seinen 90. Geburtstag. Der in Mumbai geborene Maestro prägte Jahrzehnte lang die klassische Musik und leitete weltweit bedeutende Orchester, darunter die Wiener Philharmoniker und das Israel Philharmonic Orchestra.
Pianist Sofiane Pamart spricht über sein neues Album „Movie", seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Sia und Wyclef Jean sowie seine Praxis, jedes Konzert ohne feste Setlist zu spielen, um Publikum und Musik lebendig zu halten.
Die Schauspielerin Ursula Stampfli ist am 1. Mai 2026 im Alter von 74 Jahren in Frankfurt am Main gestorben. Sie wirkte u.a. an der Schaubühne Berlin unter Peter Stein und im Berliner Ensemble.
Klassik Radio verlost jeweils 2 Tickets für die Konzertreihe „Klassik Radio live in Concert 2026", bei der ein Orchester Filmmusik-Soundtracks live aufführt. Interessierte können per Fragebogen teilnehmen.
Die Süddeutsche Zeitung bespricht das Lesebuch „Berge" des Viechtacher Lichtung Verlags, in dem 25 Autoren das Thema Berg aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten – von bayerischen Gipfeln über Bergsteigen bis hin zu persönlichen Erlebnissen.
Der Karikaturist Rudi Hurzlmeier, aufgewachsen in Niederbayern und zeitweise in Regensburg, ist Autodidakt und zeichnet seit Jahrzehnten für die Satirezeitschrift Titanic sowie seit 2018 regelmäßig für die Süddeutsche Zeitung.
Marianne Achs Roman „Dieses schmale Stück Himmel über Paris" (Lichtung Verlag) folgt Hannah, die sich nach 30-jähriger Ehe mit einem psychisch kranken Mann nach Paris zurückzieht, um über eine mögliche Trennung nachzudenken.
Wolfgang Sréter stellt seinen Debütroman „Milenas Erben" vor, der 1993 in Karlsbad spielt und eine deutsche Familie bei Beerdigung und Testamentseröffnung zusammenführt; das Buch ist im Lichtung Verlag erschienen.
Die 10. Viechtacher Literaturrevue 2019 vereinte Literatur, Musik und Kabarett mit Autoren wie Friedrich Brandl, Lída Rakušanová und Wolfgang Sréter und feierte zugleich das 30. Jubiläum der Grenzöffnung zwischen Bayern und Tschechien.
Der lichtung verlag wurde im BR-Format „Bayern lesen" auf Bayern 2 vorgestellt, das bayerische Verlage, Autoren und Neuerscheinungen aus allen sieben Regierungsbezirken präsentiert.
Der lichtung verlag GmbH blickt auf 30 Jahre zurück: Gegründet im Januar 1990 aus einem Verein heraus, etablierte sich der Verlag mit Büchern von Sigi Zimmerschied und Ottfried Fischer sowie einer erfolgreichen literarischen Reise-Lesebuch-Reihe.
Künstler aus dem Umfeld der Villa Concordia planen in Bamberg einen Poesieautomaten, der gegen eine Münze Gedichte in kleinen Schächtelchen ausgibt – konzipiert von Matthias Göritz und Volha Hapeyeva, mit stadtspezifischen Texten lokaler Lyriker.
Der Kinostart des Films „Nürnberg" mit Russell Crowe und Rami Malek verzeichnet einen spürbaren Besucheranstieg im Memorium Nürnberger Prozesse, dem originalen Gerichtssaal, in dem die Nachkriegsprozesse stattfanden.
Der Bezirk Mittelfranken hat einen Wettbewerb für eine neue Strophe des Frankenlieds ausgeschrieben, da die Hymne Mittelfranken bislang nicht berücksichtigt. Aus über 300 Einsendungen wählte eine Jury vier Finalisten aus; die Entscheidung fällt am Tag der Franken am 5. Juli in Treuchtlingen.
Vor dem Düsseldorfer Schauspielhaus hatte das Fan-Spektakel „Glaube Liebe Fußball" von Peter Jordan und Leonard Koppelmann Premiere – als theatralische Einstimmung auf die Fußball-Europameisterschaft 2024. Rund 40 Laiendarsteller verkörperten dabei Fans verschiedener EM-Teilnehmernationen, ergänzt durch sechs Theaterstudierende und eine Live-Band. Herzstück der Inszenierung ist ein fiktives EM-Endspiel, das durch historische Filmausschnitte auf einer großen Leinwand mit dem imaginierten Spielgeschehen verknüpft wird. Aus dem Off kommentiert Radio-Legende Manni Breuckmann das Geschehen, während das Düsseldorfer Schauspielhaus-Ensemble Reporteraufgaben übernimmt. Der Aufführungsort dient anschließend als Fan-Zone für das Public Viewing der Europameisterschaft.
Zum Ende der Spielzeit 2024 haben mehrere langjährige Intendanten bedeutender deutschsprachiger Bühnen ihre Ämter niedergelegt. Betroffen sind unter anderem Matthias Schulz an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, Peter Theiler an der Semperoper Dresden, John Neumeier beim Hamburg Ballett sowie Martin Kušej am Burgtheater Wien. Während einige Intendanzen regulär ausliefen, endete jene von Uwe Eric Laufenberg am Staatstheater Wiesbaden vorzeitig infolge eines Zerwürfnisses. Auch Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg beenden ihre gemeinsame Doppelspitze am Schauspielhaus Zürich, und Christian Firmbach verlässt das Staatstheater Oldenburg.
Die drei großen Schauspielhäuser in Nordrhein-Westfalen erhalten neue Intendanten: Der Schweizer Dramaturg Andreas Karlaganis übernimmt 2026 das Düsseldorfer Schauspielhaus von Wilfried Schulz, der Regisseur Nicolas Stemann 2027 das Schauspielhaus Bochum von Johan Simons, und Kay Voges wechselt bereits 2025 vom Wiener Volkstheater ans Schauspiel Köln. Alle drei Nachfolger stehen für eine weitgehende Kontinuität an ihren jeweiligen Häusern. Während Düsseldorf und Bochum künstlerisch gut aufgestellt sind, steht Köln vor besonderen Herausforderungen durch eine stockende und kostspielige Theatersanierung. Der Artikel vermerkt, dass bei allen drei Neubesetzungen ausschließlich mittelalte Männer berufen wurden und alternative Führungsmodelle offenbar nicht in Betracht gezogen wurden.
Sven Schlötcke, Co-Leiter des Mülheimer Theaters an der Ruhr, schildert seinen persönlichen Weg zum Theater – vom abgebrochenen Medizinstudium in der DDR über erste Erfahrungen als Requisiteur in Stralsund bis zum Regiestudium an der Hochschule „Ernst Busch" in Berlin. Als prägendes Erlebnis beschreibt er Alexander Langs Inszenierung von „Dantons Tod" am Deutschen Theater Ostberlin, die ihm Theater als Ort der dialektischen Auflösung von Identitäten und kollektiver Verbundenheit erschloss. Ausgehend davon formuliert er eine Theaterkonzeption, die den öffentlichen Raum der Verständigung gegen identitäre Abgrenzungstendenzen setzt. Schlötcke fordert, dass Theater diese Haltung auch in seinen inneren Strukturen verwirklichen müsse – weg vom Betrieb, hin zum gesellschaftlichen Labor. Als praktische Umsetzungen nennt er die Gründung des Theaterhauses Jena in den frühen 1990er-Jahren sowie strukturelle Reformen am Theater an der Ruhr, darunter einheitliche Verträge und die Abschaffung des Repertoirebetriebs.