Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Thema: Gesellschaft, Demokratie & Wirkung
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Mit der Einweihung des neuen Münchner Strafjustizzentrums endet die Ära des alten Gebäudes an der Nymphenburger Straße, in dem fast 50 Jahre lang Aufsehen erregende Prozesse wie der NSU-Prozess oder der Moshammer-Mordfall verhandelt wurden.
Die Ausstellung „Demokratie stärken" der Friedrich-Ebert-Stiftung ist zwei Wochen lang in der Grund- und Mittelschule Bad Rodach zu sehen und sensibilisiert Schülerinnen und Schüler für Demokratie, Rechtsextremismus und gesellschaftliche Verantwortung.
Der Schweizer Nachrichtendienst NDB gibt nach über 25 Jahren die gesperrten Akten zu NS-Kriegsverbrecher Josef Mengele frei, nachdem ein Historiker Beschwerde eingelegt und auf einen Bundesratsbeschluss von 2001 hingewiesen hatte.
Auf der Kirchenmeile des Würzburger Katholikentags präsentieren sich zahlreiche kirchliche und gesellschaftliche Organisationen, darunter eine Luther-Figur als ökumenisches Symbol und ein Papp-Aufsteller von Papst Leo XIV. für Selfies.
CORRECTIV und Katapult haben ihre gemeinsam veröffentlichte NSDAP-Mitgliederkartei-Datenbank offline genommen, nachdem sich der Verdacht erhärtete, dass die genutzten Daten nicht aus einer Primärquelle, sondern aus der Datenbank der ZEIT stammen.
Abraham Foxman, langjähriger Vorsitzender der Anti-Defamation League und Holocaust-Überlebender, ist im Alter von 86 Jahren in New York gestorben. Er prägte über Jahrzehnte den Kampf gegen Antisemitismus und Diskriminierung in den USA.
Auf der Kirchenmeile des Würzburger Katholikentags präsentieren sich vielfältige kirchliche und gesellschaftliche Gruppen, darunter lutherische Verbände, Reformbewegungen und Orden – Besucher können zudem Selfies mit einer Pappfigur von Papst Leo XIV. machen.
Der Artikel erklärt Herkunft, biblische Grundlage und Brauchtum von Christi Himmelfahrt und beleuchtet den Zusammenhang mit dem Vatertag, an dem laut Statistischem Bundesamt jährlich die meisten Alkoholunfälle auftreten.
Zwei bronzene Pferdeskulpturen von Josef Thorak, die Hitler für die Neue Reichskanzlei anfertigen ließ, galten 80 Jahre als verschollen, bis ein Berliner Kommissar und der Kunstdetektiv Arthur Brand sie 2015 auf dem Schwarzmarkt aufspürten.
Bundespräsident Steinmeier nimmt am zweiten Tag des Katholikentags in Würzburg an einem Gottesdienst auf dem Residenzplatz teil und diskutiert anschließend mit Ehrenamtlichen über gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Der Antisemitismus-Plan der Berliner Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp wird als unglaubwürdig kritisiert, da die Partei durch Teilnahme an Anti-Israel-Demonstrationen und antisemitische Vorfälle in den eigenen Reihen zur Verschlechterung der Lage Berliner Juden beigetragen hat.
Das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) hat in einer Analyse von über 20.000 TikTok-Beiträgen festgestellt, dass antisemitische Inhalte auf der Plattform häufig verschlüsselt auftreten und teils Millionenreichweiten erzielen, wobei 42,5 Prozent Holocaust-Relativierungen enthalten.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht Kabarettist Dieter Nuhr den Leo-Baeck-Preis für seinen konsequenten Einsatz gegen Antisemitismus in der deutschen Medienlandschaft. Die Preisverleihung findet am 10. Juni in Berlin statt.
Eine Umfrage sieht die AfD in Sachsen-Anhalt bei 41 Prozent und damit kurz vor einer möglichen Alleinregierung; Kritiker warnen vor Folgen für die Erinnerungspolitik, etwa Kürzungen bei Gedenkstättenfinanzierung.
Der Zentralrat der Juden verleiht Dieter Nuhr am 10. Juni in Berlin den Leo-Baeck-Preis für sein klares Eintreten gegen Antisemitismus in der deutschen Medienlandschaft, auch unter öffentlichem Druck.
EUJS-Präsidentin Veiler erklärt im Interview, warum die Jewrovision für junge Jüdinnen und Juden in Deutschland ein wichtiger „Safe Space" ist, und betont trotz wachsendem Antisemitismus die Bedeutung von Hoffnung und gelebter jüdischer Identität.
Soziologin Eva Illouz sprach beim Jahresempfang von Landesbischof Christian Kopp in der Evangelischen Akademie Tutzing über gesellschaftliche Gefühle wie Wut, Hoffnung und Enttäuschung und zeigte, wie diese politische Prozesse und das Zusammenleben prägen.
Würzburg richtet vom 13. bis 17. Mai 2026 erstmals seit über 100 Jahren den Deutschen Katholikentag aus; unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!" werden rund 30.000 Besucher sowie Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet.
Der 104. Deutsche Katholikentag findet bis Sonntag in Würzburg statt, mit rund 30.000 Teilnehmenden und 900 Veranstaltungen zu Demokratie, Missbrauchsaufarbeitung und Kirchenreformen. Reformgruppen planen eine Menschenkette, Bundespräsident Steinmeier und Kanzler Merz nehmen teil.
Die Initiative kulturelle Integration lädt am 21. Mai 2026 zum ersten bundesweiten Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt ins Europäische Haus in Berlin ein, mit Podiumsgesprächen, Lesungen und Gästen aus Politik und Kultur.
Felizitas Stilleke plädiert beim BUNDESTREFFEN25 des Fonds Darstellende Künste für faire Strukturen, echte Solidarität und geteilte Handlungsräume im Kulturbereich, da Konkurrenz und Prekarität kulturelle Wirksamkeit und Kunstfreiheit gefährdeten.
Die UNESCO hat im Juli 2025 bei ihrer 47. Sitzung in Paris die vier Königsschlösser Ludwigs II. von Bayern – Neuschwanstein, Linderhof, das Königshaus am Schachen und das Neue Schloss Herrenchiemsee – in die Welterbeliste aufgenommen. Das Nominierungsdossier war Anfang 2024 vom Freistaat Bayern eingereicht worden; erste Überlegungen für eine Bewerbung reichen bis ins Jahr 1997 zurück. Die Schlösser gelten als untrennbar mit König Ludwig II. verbunden, der als Bauherr und Ideengeber künstliche Inszenierungen vergangener Epochen und ferner Orte schuf. Mit der Aufnahme wächst die Zahl der bayerischen UNESCO-Welterbestätten auf elf. Der Freistaat Bayern kündigte an, weiterhin in Erhalt und Restaurierung der Schlösser zu investieren.
Der ESC 2026 in Wien steht laut Autor Florian Hartleb exemplarisch für eine neue europäische Sicherheitsrealität, in der Großveranstaltungen zunehmend im Spannungsfeld von Terrorbedrohung, Cyberangriffen und geopolitischen Konflikten stattfinden.
Autor Bernd Stegemann analysiert anhand der Fälle Collien Fernandes und des Buchhandlungspreises, wie linke Meinungsnetzwerke im Kulturbetrieb mit Doppelmaßstäben operieren und Kulturstaatsminister Weimer dabei regelmäßig unterliegt.