Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Artikel: Antenne Bayern
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Mit der Einweihung des neuen Münchner Strafjustizzentrums endet die Ära des alten Gebäudes an der Nymphenburger Straße, in dem fast 50 Jahre lang Aufsehen erregende Prozesse wie der NSU-Prozess oder der Moshammer-Mordfall verhandelt wurden.
Auf der Kirchenmeile des Würzburger Katholikentags präsentieren sich zahlreiche kirchliche und gesellschaftliche Organisationen, darunter eine Luther-Figur als ökumenisches Symbol und ein Papp-Aufsteller von Papst Leo XIV. für Selfies.
Augsburg leiht drei rund 1.800 Jahre alte römische Grabreliefs aus Augusta Vindelicum an das Museo delle Civiltà in Rom aus, wo sie von Oktober bis Januar in einer Ausstellung über Handel im Römischen Reich gezeigt werden.
Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern per Antrag, dass bei Großveranstaltungen künftig gleich viele Frauen- wie Männertoiletten vorgeschrieben werden, da die aktuelle Regelung Frauen benachteiligt.
Die Erlanger Bergkirchweih startet in einer Woche; die Maßpreise bleiben mit 13,80 bis 14,50 Euro stabil, und Oberbürgermeister Jörg Volleth zapft erstmals das Eröffnungsfass an.
Bundespräsident Steinmeier nimmt am zweiten Tag des Katholikentags in Würzburg an einem Gottesdienst auf dem Residenzplatz teil und diskutiert anschließend mit Ehrenamtlichen über gesellschaftlichen Zusammenhalt.
In Ingolstadt feiert Bayern am Wochenende mit dem „Fest zum Reinen Bier" das Reinheitsgebot, das dort vor über 500 Jahren verkündet wurde, mit Bierbänken, Holzhütten, Blasmusik und Mittelalter-Livemusik.
In Freyung hat die bayerische Landesausstellung zum Thema Musik in Bayern eröffnet. Bis 8. November zeigt sie interaktive Stationen, historische Instrumente und tägliche Livekonzerte.
Künstler aus dem Umfeld der Villa Concordia planen in Bamberg einen Poesieautomaten, der gegen eine Münze Gedichte in kleinen Schächtelchen ausgibt – konzipiert von Matthias Göritz und Volha Hapeyeva, mit stadtspezifischen Texten lokaler Lyriker.
Der Kinostart des Films „Nürnberg" mit Russell Crowe und Rami Malek verzeichnet einen spürbaren Besucheranstieg im Memorium Nürnberger Prozesse, dem originalen Gerichtssaal, in dem die Nachkriegsprozesse stattfanden.
Der Bezirk Mittelfranken hat einen Wettbewerb für eine neue Strophe des Frankenlieds ausgeschrieben, da die Hymne Mittelfranken bislang nicht berücksichtigt. Aus über 300 Einsendungen wählte eine Jury vier Finalisten aus; die Entscheidung fällt am Tag der Franken am 5. Juli in Treuchtlingen.
Vier Monate vor dem Oktoberfest-Anstich am 19. September 2026 hat der Münchner Stadtrat mehrere Neuerungen für die Wiesn beschlossen. Als Reaktion auf gefährliche Überfüllungen im Vorjahr werden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft, darunter ein neues Koordinierungszentrum und erweiterte Videoüberwachung; zudem soll Blasmusik in den Zelten künftig eine Stunde früher beginnen, um internationale Gäste stärker auf Wochentage zu verteilen. Sogenannte Champagner-Duschen – das Verspritzen von Schampus über andere Gäste – werden in den Zelten verboten, da sie als Lebensmittelverschwendung und charakterfremd für das Volksfest gelten. Für Aufsehen sorgt außerdem der Wirt Alexander Egger, der nach seiner erfolglosen Bewerbung um ein großes Festzelt eine EU-weite Ausschreibung der Zelt-Vergabe anstrebt; die Vergabekammer Südbayern prüft seinen Antrag, während etablierte Wirte das bewährte Vergabesystem verteidigen. Neuer Oberbürgermeister ist Dominik Krause (Grüne), der beim traditionellen Anstich erstmals das erste Fass Bier anzapfen wird.
Der Münchner Stadtrat hat Champagner-Duschen auf dem Oktoberfest verboten. Das teilte eine Sprecherin des Wirtschaftsreferats mit. Die Praxis, bei der Gäste Champagner in Fontänen über andere schütten, war zuletzt durch Videos in sozialen Medien verstärkt in die Kritik geraten. Laut „Süddeutscher Zeitung" begründen Rathauskreise das Verbot mit Lebensmittelverschwendung und dem Schutz des Charakters des Volksfestes – man wolle nicht, dass die Wiesn „zum Ballermann" verkomme.
Die Bamberger Symphoniker stellen ihr Programm für die Saison 2026/27 vor, die im Zeichen des 200. Todestages von Ludwig van Beethoven im Jahr 2027 steht. Zentrales Projekt sind vier vollständige Zyklen aller neun Beethoven-Symphonien, die neben Bamberg auch an Wirkungsstätten des Komponisten im Rheinland, in Prag und Wien aufgeführt werden. Chefdirigent Jakub Hrůša betonte, Beethoven sei „kein Monument, sondern lebendige Gegenwart". Intendant Marcus R. Axt stellte das Leitmotiv „bewegt" in den Mittelpunkt der Saison. Als traditionsreiches Reiseorchester – das zudem auf seine Gründung vor 80 Jahren zurückblickt – plant das Ensemble Tourneen unter anderem nach Belgien, Italien, in die Niederlande, nach Österreich und Tschechien.