Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Thema: Journalismus
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Die Sängerin Mine geht auf Instagram viral, indem sie in Lipsync-Videos misogyne Songtexte und Aussagen von Musikkollegen wie Cro und Udo Lindenberg nachspricht und damit einen öffentlichen Diskurs darüber auslöst.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer reist zum Eurovision Song Contest 2026 nach Wien, um Israels Teilnahme zu unterstützen, für die er sich zuvor eingesetzt hatte. Für Israel singt Noam Bettan, für Deutschland Sarah Engels.
DPolG-Vize Manuel Ostermann, der gegen Jan Böhmermann klagt, trat kurz nach Bekanntwerden der Klage beim Konzert der umstrittenen Band Frei.Wild in Dortmund auf die Bühne und löste damit eine Debatte über seine politische Symbolwirkung aus.
CORRECTIV ist vom 18. bis 20. Mai 2026 auf der re:publica Berlin mit Workshops, einer Live-Podcastaufzeichnung und Diskussionen vertreten, um Medienbildung, Medienkompetenz und journalistisches Handwerk einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Marc-Uwe Kling spricht über seine Pünktlichkeit als vermeintlich deutschen Charakterzug und wünscht sich in der deutschen Debattenkultur mehr Besonnenheit statt Populismus.
Die ARD hat an diesem Wochenende unter dem Titel „Was Deutschland verbindet" 84 Personen aus unterschiedlichen Lebenswelten an zwei Standorten in Baden-Baden und Leipzig zu moderierten Gesprächsrunden über Themen wie Migration, Demokratie und Gleichberechtigung zusammengebracht. Das Projekt wird federführend vom Hessischen Rundfunk verantwortet, unter Beteiligung von SWR, MDR, NDR und WDR, und knüpft an ein ähnliches, kleineres Experiment des HR aus dem Jahr 2023 an. Bewusst verzichtet die ARD auf journalistische Moderation; stattdessen begleiten sogenannte Gesprächsbegleitende die Runden, um lediglich die Einhaltung von Gesprächsregeln sicherzustellen. Die Ergebnisse sollen umfangreich auf zahlreichen Ausspielwegen veröffentlicht werden, darunter eine Dokumentation am 30. Mai in der ARD-Mediathek sowie eine Ausstrahlung im Ersten am 1. Juni. HR-Intendant und ARD-Vorsitzender Florian Hager begründet die Aktion mit dem gesellschaftlichen Programmauftrag, Verständigung zu fördern und demokratische Werte erlebbar zu machen.
Das Landgericht Hamburg hat den Antrag von Schauspieler Christian Ulmen auf eine einstweilige Verfügung gegen den "Spiegel" weitgehend abgewiesen. Das Gericht befand, dass das Nachrichtenmagazin die Voraussetzungen einer zulässigen Verdachtsberichterstattung eingehalten habe. Hintergrund sind Gewaltvorwürfe, die Ulmens Ex-Frau, die Schauspielerin Collien Fernandez, gegen ihn erhoben hatte. Ulmens Anwälte kündigten unmittelbar nach der Entscheidung Beschwerde an und nannten das Urteil "evident rechtsfehlerhaft". Für Ulmen gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
Die Jugendredaktion Salon5 feiert ihr sechsjähriges Bestehen und blickt auf eine Entwicklung von einem kleinen Podcast-Projekt zu einer bundesweit aktiven Redaktion mit fünf Standorten zurück. Das Projekt verfolgt das Ziel, jungen Menschen eine eigene Stimme in der Medienlandschaft zu geben und Themen aus ihrer Lebenswelt journalistisch aufzubereiten. Der Name verweist bewusst auf Artikel 5 des Grundgesetzes; Pressefreiheit und demokratische Grundwerte bilden thematische Schwerpunkte der Redaktionsarbeit. Neben der Inhaltsproduktion vermittelt Salon5 Medienbildung und kritisches Denken, was laut Eigendarstellung angesichts zunehmender Desinformation in sozialen Netzwerken an Bedeutung gewinnt. Zum Jubiläum, das am 7. Mai gefeiert wurde, kündigte die Redaktion weiteres Wachstum und neue Formate an.
Quentin Tarantino hat in einem Interview erklärt, dass der Gimp aus „Pulp Fiction" nach einem K.o.-Schlag durch Butch in der Ohnmacht ums Leben kam. Zum 30-jährigen Jubiläum des Films fand in Los Angeles eine Reunion mit Uma Thurman, John Travolta, Samuel L. Jackson und Harvey Keitel statt. Bruce Willis fehlte bei der Veranstaltung, da er seit seiner Diagnose mit frontotemporaler Demenz im Jahr 2022 aus der Öffentlichkeit zurückgezogen lebt. Er wurde durch seine Ehefrau Hemin Willis und Tochter Tallulah vertreten, die zu seinen Ehren eine Kappe mit seinem Namen trug.
Das Hamburger Landgericht wies vier von fünf Klagepunkten Christian Ulmens gegen den „Spiegel" ab und bestätigte damit die Berichterstattung über Vorwürfe seiner Ex-Frau Collien Fernandes als rechtmäßig.
In der Kaltstart-Szene von „Saturday Night Live" spielt Gastgeber Matt Damon erneut Supreme-Court-Richter Brett Kavanaugh, der gemeinsam mit Pete Hegseth (Colin Jost) und Kash Patel (Aziz Ansari) in einer Bar feiert. Die drei Figuren prahlen über ihre politischen Eskapaden und tauschen Witze über männliche Einsamkeit, Lügendetektortests und offene Beziehungen aus. Den Höhepunkt bildet Kavanaughs „streng geheime" Enthüllung, dass der Supreme Court Trump eine verfassungswidrige dritte Amtszeit genehmigen werde – angeblich weil Trump die Originalverfassung mit dem Vermerk „Sike!" versehen habe.
Andrew Sandoval und Doug Hinman haben ein umfassendes Tagesbuch-Format-Buch über die Kinks veröffentlicht, das die Bandgeschichte von 1940 bis 1971 minutiös dokumentiert. Sandoval, der einst als Gitarrist und Musical Director für Dave Davies auf Tournee war, stützte sich dabei auf Primärquellen, Archivzeitungen und neue De-Mixing-Technologie. Ray Davies ist über das Buch verärgert, weil er befürchtet, es könnte den Markt für seinen eigenen geplanten Kinks-Bildband beschädigen – den er laut Sandoval noch nicht einmal begonnen hat zu schreiben. Sandoval akzeptiert das Zerwürfnis mit seinem Lieblingssongwriter als Kompromiss seiner Arbeit als Musikhistoriker.
Der BR-Podcast „Reclaim Tic Tac Toe" von Journalistin Meret Reh beleuchtet Aufstieg und Fall der deutschen Rap-Gruppe und löst eine Reflexion über den medialen Umgang mit Popstars damals und heute aus.
Britney Spears hat sich erstmals seit ihrer DUI-Verhaftung und einem kurzen Reha-Aufenthalt öffentlich geäußert und sich auf Instagram bei Freunden für ihre Begleitung auf ihrer „Spiritual Journey" bedankt. Sie bekannte sich schuldig wegen rücksichtslosen Fahrens, der ursprüngliche DUI-Vorwurf wurde fallen gelassen. Im Rahmen des Deals steht sie für zwölf Monate unter Bewährungsaufsicht und muss psychische sowie suchtbezogene Behandlungen fortsetzen.
Das ökumenische TV-Magazin „Kirche in Bayern" feiert sein 25-jähriges Bestehen und erreicht laut Funkanalyse Bayern wöchentlich rund 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Sendung wird sonntags auf 15 lokalen Fernsehsendern sowie auf BibelTV ausgestrahlt und von elf Gesellschaftern aus katholischen Diözesen und dem Evangelischen Presseverband getragen. Produziert wird sie seit Beginn bei der Diözese Würzburg; Regensburg und Passau sind derzeit nicht beteiligt. Finanziert wird das Magazin zur Hälfte von den Gesellschaftern, zur anderen Hälfte durch einen Produktionskostenzuschuss der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien. In einem Festgottesdienst in Würzburg würdigte Regionalbischöfin Gisela Bornowski die Sendung als „Vierteljahrhundert gelebte Ökumene".
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Lukas Rehm veröffentlichte am 2. Mai 2026 auf mehreren Social-Media-Plattformen Bilder eines Festes auf dem Gelände der Stephanuskirche in Leipzig-Mockau und bezeichnete es fälschlicherweise als islamische Veranstaltung. Tatsächlich handelte es sich laut Pfarrer Konrad Taut um ein christliches Tauffest einer eritreischen Gemeinde, die die Räume der Kirchengemeinde regelmäßig nutzt. Rehms Zusatzbehauptung, die Hüpfburg habe „zwischen christlichen Gräbern" gestanden, ist ebenfalls falsch: Die sichtbaren Grabsteine sind aus ästhetischen Gründen errichtet worden und markieren keine tatsächlichen Begräbnisstätten. Das Faktencheck-Portal CORRECTIV weist darauf hin, dass eritreische Christen bei Tauffeiern Kopftücher und weiße Gewänder tragen und deshalb wiederholt für Muslime gehalten wurden – ein ähnlicher Fall war bereits 2017 aus Leipzig bekannt geworden. Rehms Beiträge wurden mehr als 1.000 Mal geteilt; auf eine Anfrage von CORRECTIV antwortete er nicht.
Der dänische Film „Nachbeben" (Originaltitel „Second Victims") von Regisseurin Zinnini Elkington thematisiert medizinische Fehler und deren psychische Folgen für alle Beteiligten – er begleitet eine Ärztin auf einer Notfallstation nach einem fatalen Fehler sowie die betroffene Mutter. Die dänische Schauspielerin Trine Dyrholm spielt darin Camilla, deren Sohn Oliver infolge eines ärztlichen Versagens ins Koma fällt und stirbt. Im Interview erläutert Dyrholm ihre Schauspielmethode: Sie verzichtet bewusst darauf, private Gefühle einzubringen, sondern versucht, sich offen auf den jeweiligen Moment einzulassen und Emotionen authentisch fließen zu lassen, ohne sie vorwegzunehmen. Gedreht wurde in einem echten Krankenhaus, was laut Dyrholm entscheidend zur Atmosphäre beitrug. Zudem spricht sie über ihre bisherigen Regieerfahrungen bei der Serie „Die Erbschaft" und ihre Bereitschaft, weiterhin als Schauspielerin aufstrebende Debütregisseure zu unterstützen.