Kulturatlas

Pressespiegel

Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.

Thema: Medien & Öffentlichkeit

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Rundfunk
Medien & Öffentlichkeit
Bayern (uebergreifend)

Der lichtung verlag wurde im BR-Format „Bayern lesen" auf Bayern 2 vorgestellt, das bayerische Verlage, Autoren und Neuerscheinungen aus allen sieben Regierungsbezirken präsentiert.

magazin lichtung
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Memorium Nürnberger Prozesse
Medien & Öffentlichkeit
Mittelfranken

Der Kinostart des Films „Nürnberg" mit Russell Crowe und Rami Malek verzeichnet einen spürbaren Besucheranstieg im Memorium Nürnberger Prozesse, dem originalen Gerichtssaal, in dem die Nachkriegsprozesse stattfanden.

Antenne Bayern
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Journalismus
Theater – Formen & Rollen
Bundesweit

Das Thalia Theater Hamburg veranstaltete am 15. April 2026 die Podiumsdiskussion „Dialog statt Echo", um die heftige Kritik an Milo Raus Inszenierung „Prozess gegen Deutschland" vom Februar 2026 aufzuarbeiten. Raus Stück hatte eine simulierte Gerichtsverhandlung über ein AfD-Verbot gezeigt und dabei auch ehemaligen AfD-Abgeordneten und ultrarechten Akteuren eine Bühne gegeben, was zu massivem internen und externen Gegenwind führte. Auf dem Podium diskutierten Hamburgs Kultursenator und Deutscher-Bühnenverein-Präsident Carsten Brosda, die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach sowie die Journalistinnen Melanie Amann und Gilda Sahebi vor einem politisch gleichgesinnten Publikum. Die Teilnehmer sprachen sich dafür aus, AfD-Sympathisanten als legitimen Teil des Diskurses anzuerkennen und ihre Meinungen kritisch zu reflektieren statt zu verbieten, auch wenn das als Zumutung empfunden werden kann. Die konkrete Frage, was eine solche Offenheit für die Theaterpraxis bedeutet, blieb laut Bericht jedoch ungeklärt.

Die Deutsche Bühne
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Die Deutsche Bühne hat ein Interview mit der Autorin Leo Lorena Wyss geführt, die seit der Spielzeit 2024/25 Hausautor:in am Schauspiel des Nationaltheaters Mannheim ist. Wyss spricht über ihre Stücke „Blaupause" und „Apropos Schmerz", in denen persönliche Dringlichkeit bei Themen wie lesbischer Identität und dem Umgang des Gesundheitssystems mit weiblichen Körpern und Endometriose den Ausgangspunkt bildet. Zum Stück „Apropos Schmerz" wurde das Begleitprogramm „Queer Doc" entwickelt, das mit Expert:innen und Aktivist:innen medizinhistorische sowie queere Perspektiven vertiefte. Für die Internationalen Schillertage am Nationaltheater Mannheim erarbeitet Wyss gemeinsam mit dem Stadtensemble „Mannheimer Räuber*innen" als Fortschreibung statt Überschreibung des Schiller-Stoffs. Im Interview äußert sich Wyss auch zur strukturellen Situation queerer Autor:innen im Theaterbetrieb, wo mehr Sichtbarkeit zwar wachse, aber oft auf Kosten ästhetischer Diskussionen zugunsten inhaltlicher Buzzwords gehe.

Die Deutsche Bühne
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Journalismus
Theater – Formen & Rollen
Bundesweit

Der Mainzer Schauspieldramaturg Boris C. Motzki legt in seinem Essay dar, wie unterschiedlich Kunst und Journalismus mit Zeit umgehen: Während der Journalismus tagesaktuelle Reaktion erfordert, braucht das Theater Distanz und Reifeprozesse, um Themen künstlerisch zu transformieren. Anhand historischer Beispiele – von Ionescos Darmstädter Skandalinszenierung (1957) über Peter Zadeks Kölner Arbeit (1958) bis zu Marina Abramovićs Performance „The Artist Is Present" (2010) – zeigt er, wie Zeit im Theater gedehnt, verdichtet und als Provokationsmittel eingesetzt werden kann. Motzki argumentiert, dass das Alleinstellungsmerkmal des Theaters in der Vergänglichkeit des Live-Erlebnisses liegt, das auch nach der Pandemie wieder an Bedeutung gewonnen hat. Er kritisiert sowohl überhastete Debatten als auch selbstauferlegte Denkverbote in der gegenwärtigen Wokeness-Diskussion und plädiert dafür, dass Theater statt Dystopien vermehrt Utopien und Anderswelten entwerfen solle. Abschließend fordert er mehr Raum für Ambiguität und Dialog, damit Kunst ihrer Aufgabe gerecht werden kann, dem Alltag eine poetische Dimension zu verleihen.

Die Deutsche Bühne
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Der ZDF-Verwaltungsrat hat Nadine Bilke in ihrem Amt als Programmdirektorin bestätigt. Bilke, die diese Position seit 2022 bekleidet, wird die Programmverantwortung beim Mainzer Sender nun bis mindestens 2032 tragen. ZDF-Intendant Norbert Himmler lobte sie als „ausgezeichnete Medien- und Programm-Managerin" und betonte die gemeinsame Ausrichtung auf eine lineare und nonlineare Zukunft des Senders. Bilke begann ihre ZDF-Karriere 2002 als Redakteurin und leitete von 2018 bis 2022 den Spartenkanal ZDFneo, bevor sie zur Programmdirektorin aufstieg.

Der SWR-Kultur/BR-Podcast „Werner Herzog – zu groß für Deutschland" (6 Folgen, 2026) beleuchtet Leben und Werk des deutschen Filmemachers Werner Herzog, der international als Legende gilt, in seiner Heimat jedoch kaum bekannt ist. Host Max Osenstätter folgt Herzogs Spuren von den turbulenten Dreharbeiten zu „Fitzcarraldo" im peruanischen Dschungel – mit Bränden, dem Schiff über den Berg und Hauptdarsteller Klaus Kinski – bis zu Herzogs Weggang nach Los Angeles in den frühen 1990er-Jahren. Die Serie beleuchtet auch Herzogs Biografie: seine Armut, den gestohlenen Ersten Kamera, Schmuggeleien mit seiner späteren Frau Martje und seine Zeit als Rodeo-Clown in Mexiko. Im Mittelpunkt steht zudem Herzogs Konzept der „Ekstatischen Wahrheit" sowie sein ambivalentes Verhältnis zur dokumentarischen Wahrhaftigkeit. Produziert wurde die Reihe von Plotprodukt für SWR Kultur und BR.

CORRECTIV
Journalismus
Literatur – Formen & Formate
Bundesweit

Journalistin Mona Ameziane tourt mit ihrem Literatur-Podcast Buch-Lounge durch Deutschlands Literaturhäuser und spricht mit Autoren und Autorinnen. Zu Besuch in der aktuellen Folge: Verena Keßler und Franziska Gänsler.[mehr] ]]>

Die dreiteilige ARD-Kulturdokumentation „Die VICE-Story" zeichnet Aufstieg und Fall des Medienunternehmens VICE nach, das 1994 von drei Arbeitslosen in Montreal gegründet wurde. Das Magazin etablierte mit Gonzo-Journalismus, expliziten Inhalten und einem exzessiven Lebensstil einen neuen, ungeschönten Stil und wuchs zu einem globalen Medienimperium mit Redaktionen weltweit, darunter Berlin. Interne Machtstrukturen, individuelle Hybris und eine veränderte Medienlandschaft führten schließlich im März 2024 zur weltweiten Insolvenz. Die Dokumentation von Regisseurin Peta Jenkin und Christopher Kaufmann zeigt Interviews mit ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie Thilo Mischke, Martina Kix und VICE-Mitgründer Gavin McInnes sowie bisher unveröffentlichtes Archivmaterial.

Rundfunk
Medien & Öffentlichkeit
Bundesweit

ARD Kultur hat zum 30. Jahrestag des Sendestarts eine dreiteilige Dokumentation über den deutschen Musiksender VIVA produziert. VIVA ging am 1. Dezember 1993 auf Sendung und bot dem internationalen Konkurrenten MTV in den 1990er-Jahren erfolgreich Paroli. Die Doku beleuchtet Aufstieg, Erfolg und Niedergang des Senders und greift dabei auch Themen wie Diversität, die Mechanismen der Musikindustrie sowie den Einfluss von Ereignissen wie 9/11 und Napster auf. Als Hosts fungieren die ehemaligen VIVA-Moderatoren Nilz Bokelberg, Markus Kavka und Collien Ulmen-Fernandes; zudem kommen weitere bekannte Ex-Moderatoren wie Mola Adebisi, Oliver Pocher und Klaas Heufer-Umlauf sowie Künstler der VIVA-Ära zu Wort. Die Produktion stammt von Florida Factual im Auftrag von ARD Kultur unter der Regie von Thorsten Berrar.

Der fünfteilige Podcast von MDR und ARD Kultur erzählt die Geschichte von kino.to, Deutschlands erstem illegalen Streamingdienst, den der Leipziger Handwerker Dirk B. im Jahr 2008 gründete. Die Plattform etablierte das Streaming-Prinzip in Deutschland und prägte eine ganze Generation von Nutzern, bevor sie im Juni 2011 durch eine Razzia des SEK abgeschaltet wurde. Investigativjournalistin Maxie Römhild recherchiert den Aufstieg und Fall der Seite, befragt ehemalige Mitglieder des inneren Kreises und überprüft kritisch die Selbstdarstellung von Gründer Dirk B. in einer mutmaßlich selbstverlegten Biografie. Schauspieler Tom Wlaschiha gibt dabei den Passagen aus dem Buch eine Stimme. Der Podcast behandelt neben der Kriminalgeschichte auch grundlegende Fragen zur Medienkultur, zur Vergütung von Urhebern im Netz und zum anhaltenden Phänomen des illegalen Streamings, das 2023 weltweit über 133 Milliarden Abrufe verzeichnete.

Journalismus
Musik – Formate & Ensembles
Bundesweit

„Fuck you very, very much! Die größten Beefs im Musikbiz" ist ein Podcast von ARD Kultur, der seit 2024 in bislang drei Staffeln á sechs Folgen erscheint. Die Hosts sind die Musikerin Jennifer Weist (bekannt als Frontfrau von „Jennifer Rostock") und der Musikjournalist sowie Ex-VIVA/MTV-Moderator Markus Kavka. Das Format beleuchtet prominent besetzte Musikstreitigkeiten aus verschiedenen Genres und Jahrzehnten – von Tupac vs. Biggie über Oasis vs. Blur bis hin zu deutschen Fällen wie Dieter Bohlen vs. Thomas Anders oder Sido vs. Bushido. Jeder Beef wird dabei auf eine übergeordnete Ebene gehoben: Es geht um Machtstrukturen im Musikgeschäft, die Rolle von Medien und Produzenten sowie um juristische und finanzielle Konflikte. Die Produktion stammt von Kugel und Niere im Auftrag von ARD Kultur.

Werfen Sie mit uns einen Blick durchs Jazz-Periskop, vor die Haustür, in die Ferne oder auch mal um die Ecke. Wir treffen Musikschaffende hautnah, beleuchten aktuelle Strömungen und präsentieren Jubiläen.[mehr] ]]>

Journalismus
Literatur – Formen & Formate

„Faust Forward" ist ein zehnteliger Podcast von ARD Kultur und MDR, produziert gemeinsam mit der Klassik Stiftung Weimar, der Goethes „Faust" aus heutiger Perspektive beleuchtet. Die Hosts Sophie Hartmann und Stephanie Hock nähern sich dem Klassiker mit wechselnden Gästen aus Bereichen wie Psychologie, Philosophie, Schule, Theater und Politik. Dabei werden Themen wie toxische Beziehungen, Selbstoptimierung, psychische Störungen, Schönheitswahn und politische Machtgier anhand des Dramas diskutiert. Einzelne Folgen widmen sich u. a. einer barrierefreien Fassung in Leichter Sprache am Nationaltheater Mannheim, der Frage nach Fausts strafrechtlicher Schuld sowie der Übertragbarkeit faustischer Motive auf Gegenwartsgestalten wie Friedrich Merz oder Donald Trump. Begleitend schreiben die Hosts mithilfe von KI einen fiktiven dritten Teil der Tragödie.

ARD Kultur präsentiert im April und Mai 2026 mehrere neue Formate und Veranstaltungen. Unter dem Titel „KI trifft Kultur" rufen ARD Kultur und MDR next Kreative zur Einreichung innovativer Medienprojekte auf, die Künstliche Intelligenz als kreatives Mittel für Kulturerzählungen nutzen; Einsendeschluss ist der 31. Mai 2026. Zudem sind die zweiten Staffeln der Comedy-Reihe „Banausen" und des Podcast-Formats „Battle of the Nerds" mit Eva Schulz und Ralph Caspers erschienen. Der Musik-Beef-Podcast „Fuck you very, very much!" startet seine vierte Staffel mit einem Live-Auftritt beim ARD Sounds Festival in Nürnberg am 9. Mai, wo Host Markus Kavka auf die Künstlerin MINE trifft. Außerdem ist ARD Kultur am 22. und 23. April auf den Medientagen Mitteldeutschland in Leipzig vertreten.

Journalismus
Medien & Öffentlichkeit
Bundesweit

Die Sängerin Mine geht auf Instagram viral, indem sie in Lipsync-Videos misogyne Songtexte und Aussagen von Musikkollegen wie Cro und Udo Lindenberg nachspricht und damit einen öffentlichen Diskurs darüber auslöst.

Medienwandel
Medien & Öffentlichkeit

Der Artikel listet 18 empfehlenswerte Alben – darunter Werke von Kraftwerk, Frank Ocean und Joanna Newsom – die bei Spotify fehlen, oft wegen ungeklärter Samples, Label-Streitigkeiten oder bewusster Streaming-Verweigerung der Künstler.

Journalismus
Medien & Öffentlichkeit
International

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer reist zum Eurovision Song Contest 2026 nach Wien, um Israels Teilnahme zu unterstützen, für die er sich zuvor eingesetzt hatte. Für Israel singt Noam Bettan, für Deutschland Sarah Engels.

Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf nutzten die Plassenburg in Kulmbach als Kulisse für ihre Pro7-Quizshow „Ein sehr gutes Quiz" und sorgten damit bundesweit für Aufmerksamkeit. Auf Social Media überwiegt positive Resonanz.

Bayerische Rundschau
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Journalismus
Medien & Öffentlichkeit
Bundesweit

DPolG-Vize Manuel Ostermann, der gegen Jan Böhmermann klagt, trat kurz nach Bekanntwerden der Klage beim Konzert der umstrittenen Band Frei.Wild in Dortmund auf die Bühne und löste damit eine Debatte über seine politische Symbolwirkung aus.

Rolling Stone DE
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CORRECTIV
Journalismus
Medien & Öffentlichkeit
Bundesweit

CORRECTIV ist vom 18. bis 20. Mai 2026 auf der re:publica Berlin mit Workshops, einer Live-Podcastaufzeichnung und Diskussionen vertreten, um Medienbildung, Medienkompetenz und journalistisches Handwerk einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Journalismus
Medien & Öffentlichkeit
Bundesweit

Marc-Uwe Kling spricht über seine Pünktlichkeit als vermeintlich deutschen Charakterzug und wünscht sich in der deutschen Debattenkultur mehr Besonnenheit statt Populismus.

Deutschlandfunk
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Journalismus
Medien & Öffentlichkeit
Bundesweit

Die ARD hat an diesem Wochenende unter dem Titel „Was Deutschland verbindet" 84 Personen aus unterschiedlichen Lebenswelten an zwei Standorten in Baden-Baden und Leipzig zu moderierten Gesprächsrunden über Themen wie Migration, Demokratie und Gleichberechtigung zusammengebracht. Das Projekt wird federführend vom Hessischen Rundfunk verantwortet, unter Beteiligung von SWR, MDR, NDR und WDR, und knüpft an ein ähnliches, kleineres Experiment des HR aus dem Jahr 2023 an. Bewusst verzichtet die ARD auf journalistische Moderation; stattdessen begleiten sogenannte Gesprächsbegleitende die Runden, um lediglich die Einhaltung von Gesprächsregeln sicherzustellen. Die Ergebnisse sollen umfangreich auf zahlreichen Ausspielwegen veröffentlicht werden, darunter eine Dokumentation am 30. Mai in der ARD-Mediathek sowie eine Ausstrahlung im Ersten am 1. Juni. HR-Intendant und ARD-Vorsitzender Florian Hager begründet die Aktion mit dem gesellschaftlichen Programmauftrag, Verständigung zu fördern und demokratische Werte erlebbar zu machen.

Rundfunk
Medien & Öffentlichkeit
Bundesweit

Die ARD benennt ihre seit 2017 bestehende "Quiz-App" in "ARD Interaktiv" um und weitet deren Funktion aus. Die App soll künftig als zentrale Plattform zum Mitmachen, Abstimmen und Kommentieren dienen und wird zunächst für die ARD-Dialogaktion "Was Deutschland verbindet" genutzt. NDR-Programmdirektor Frank Beckmann, der für den Relaunch verantwortlich ist, verweist auf über 3,5 Millionen registrierte Nutzer seit dem Start, davon die Hälfte im Alter von 14 bis 49 Jahren. Quiz-Inhalte sollen laut Beckmann weiterhin die "Kern-DNA der App" bleiben, etwa wenn am 18. Mai "Gefragt – Gejagt" mit der interaktiven "Elitefrage" zurückkehrt.