Pressespiegel
Kuratierte Kulturberichterstattung aus Bayern und darüber hinaus.
Thema: Oper & Musiktheater – Formen
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Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann bringt das Theater Aachen in Koproduktion mit den Schwetzinger SWR Festspielen eine neue Oper nach Bachmanns einzigem vollendeten Roman „Malina" auf die Bühne. Die Musik stammt von Karola Obermüller und Peter Gilbert, die Regie führt Franziska Angerer; das Libretto besorgte Tina Hartmann nach Bachmanns Roman von 1971. Im Mittelpunkt steht die namenlose Protagonistin „Ich", gespielt von Sopranistin Larisa Akbari, die zwischen ihrem Geliebten Ivan (Micah Schroeder) und dem Alter Ego Malina (Countertenor Valer Sabadus) ihre Identität als Frau und Künstlerin sucht und scheitert. Ausstatterin Pia Dederichs entwarf eine „Gedankenbühne" aus Spiegeln und Projektionsflächen, die das innere Erleben der Figur räumlich umsetzt. Der Kritiker bezeichnet die Produktion als beeindruckende Aufführung mit sorgfältiger Komposition und lobt das gesamte Ensemble.
Die Münchener Biennale feiert 2026 ihre 20. Ausgabe mit zehn Uraufführungen an verschiedenen Münchner Spielorten (8.–20. Mai). Das weltweit einzige Festival ausschließlich für neues Musiktheater wird erstmals von Katrin Beck und Manuela Kerer geleitet. Drei empfohlene Produktionen sind „Isithunzi" von Monthati Masebe über Identität und afrikanische Klangtradition, „Xochiyaoyotl" über aztekische Rituale sowie „crypt_" von Yuri Umemoto, das japanische Geistergeschichte mit KI-Ästhetik verbindet. Ergänzt wird das Programm durch Installationen, Stadtinterventionen, Workshops und erstmals Angebote für Kinder.
Die Schauspielerin Martina Gedeck spricht beim Festival "Stars & Rising Stars" das Melodram "Enoch Arden" von Richard Strauss.
Im Prinzregententheater führt das Rundfunkorchester Giuseppe Verdis Oper "Simon Boccanegra" auf – mit dabei: der Chor des Bayerischen Rundfunks.
Andreas Wiedermann und Ernst Bartmann bringen mit ihrer Truppe Opera Incognita Beethovens Oper in die Zentralhalle des Bauwerks am Stachus.
Die Schauspielerin steht als Eurydike in der Überschreibung des antiken Mythos durch die Regisseurin Anna Smolar und ihr Team (Komposition: Jan Duszynski, Libretto: Robert Bolesto) auf der Bühne der Kammerspiele